© Kristina Nieswand
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Jugendfreizeit 2021

bericht inkl. Kinderfreizeit

 

Der „Himmelsfels“ liegt nicht in Holland und Burlage nicht bei Bielefeld

oder: wenn alles anders kommt als geplant aber trotzdem alles gut wird.

 

Eigentlich fing alles schon viel früher an: von den wenigen Mitarbeitern, die wir hatten, sah es so aus, als würden 2 davon auch noch aus gesundheitlichen Gründen ganz ausfallen. Die Kinderfreizeit hatte kein „Küchenpersonal“ und keinen männlichen Mitarbeiter, das Haus war doppelt belegt und dann war da auch noch Corona...

Wir waren den Empfehlungen offizieller Stellen gefolgt und hatten unsere Freizeiten geplant, als sei alles „normal“. Offensichtlich zu optimistisch:

Die Jugendfreizeit sollte in der 4. und 5. Ferienwoche in die Niederlande gehen. Am Donnerstagabend vor der Abfahrt tröpfelten die ersten Nachrichten rein: die NL sollten zum Wochenende zum Hochrisikogebiet erklärt werden. Nach langer nächtlicher Diskussion war klar: das können wir nicht machen. Am nächsten Morgen kam um 9 Uhr die Info von unserem Jugendleiter Fabian Neuhaus: „Wir könnten zum Himmelsfels nach Hessen fahren“. Wiederum Diskussionen bis wir um 13 Uhr die Eltern informieren können: Wir fahren zwar heute nicht nach Barchem aber wir können am Sonntag nach Spangenberg fahren. Wenn ihr wollt. Alle wollten – und so tauschten wir Hausfreizeit gegen Bauwagenabenteuer. Der Kontakt und unser Glück besteht in einem Studienkollegen von Fabian. Und Johannes Weth, der sich offensichtlich gefreut hat, einer Gruppe aus seiner alten Heimat aus der Patsche zu helfen.

Den „Himmelsfels“ zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen (aber unter www.himmelsfels.de gibt es jede Menge Infos und Bilder). Nur soviel – es ist ein besonderer Ort mit besonderen Menschen. Menschen, die uns ohne zu zögern aufgenommen haben, obwohl sie eigentlich frei gehabt hätten und wir jeden (nicht nur logistischen) Rahmen gesprengt haben.

Nachdem wir am Fuss des Berges in Empfang genommen, durch den „Zoll“ geschleust und auf die Bauwagen verteilt worden waren, wurde uns direkt klar, was uns in der nächsten Zeit erwarten würde: wir bekamen den Berg geschenkt, waren aber auch aufgefordert, ihn mitzugestalten – zu singen, zu tanzen, anzupacken, Teil des Ganzen zu werden. Bereits bei der Begrüssung liess Steve       Ogedegbe keinen Zweifel daran, dass wir mitsingen müssen. (Johannes: „Steve ist sonst beleidigt“) Zum Glück haben wir erfahrene Teilnehmer, die das nicht schocken konnte und die spontan eingestiegen sind. Allerdings – die Lieder und der Groove waren durchaus neu, haben aber im Laufe der Zeit für echte Begeisterung gesorgt.

Die erste Woche verlief dann aber doch fast im typischen CVJM-Neukirchen-Stil: Kreativ- und Sportworkshops, Actionspiele, Videodreh, Kooperations- und Kennenlernspiele, Krimidinner, Quizz- und Casionoabend, Stadt der Kinder, ,... Dazwischen immer wieder Einheiten vom Himmelsfels: SaM („Stille am Morgen“: Stille, Gesang, Bibeltext und Gebet) um 8.08 Uhr (!!!), BaM („Bibel am Mittag“: Bibelgeschichten und Texte in „normal“ - also für alle verständlich und interessant) und GafA („Gospel am frühen Abend“ mit Leidenschaft und Groove): deutlich geistliche Impulse als Einstimmung auf die 2. Woche.

Doch ein Wort noch zuvor zu den Bauwagen: Russland, China, Nigeria, Arabien, Indien,Türkei,... (nur einige der Namen.Bauwagen) sind keine Zimmer mit Dusche und WC. OK- sie sind mit 6-8 Leuten auch etwas enger... und der Weg zu den sanitären Anlagen (alle Duschen sind liebevoll mit Mosaiken gestaltet), nach Israel (dem Andachtsraum), nach Europa (unserem Essens- und Aufenthaltszelt) zur Küche (fast ganz oben auf dem Berg) und später auch Neukirchen („unser“ Zelt) ist weit und steil. Aber alles hat durchaus Charme. Ein bisschen wie Zelten aber mit festem Boden unter den Füssen und richtigen Matratzen zum Schlafen.

 

Nach einer Woche CVJM-Freizeitleben (ohne Masken dafür mit regelmäßigen Tests) der „Wechsel“ in den 2.Teil der Freizeit – das IYC (International Youth Camp) – seit langem geplant und Herzstück des Himmelsfels. International insofern, dass die Teilnehmer unterschiedlicher Nationalität sind aber alle aus verschiedenen Teilen Deutschlands kamen: Berlin, Dortmund, Wuppertal, Stuttgart,... Eigentlich wäre auch das wieder mehrere Seiten wert – hier aber nur die Kurzfassung: 150 Menschen aus den verschiedensten Gemeinden und mit unterschiedlichsten Hintergründen haben es geschafft, sich trotz Corona miteinander auszutauschen, von, über und mit Gott zu sprechen, zu singen, Kirche neu zu entdecken.

Wir als CVJM Freizeit haben den Spagat gewagt, am Camp teilzunehmen und trotzdem unsere Freizeitschwerpunkte, das „typische“ zu verfolgen. Es war abenteuerlich, anstrengend, ungewohnt, spannend, anders als sonst, neu, erstaunlich, erhellend, klasse,...

Für einige unserer Teilnehmer war es sicherlich auch etwas viel an „geistlichem Impuls“ aber ich bin sicher, dass die meisten von diesen Erfahrungen mehr mitgenommen haben, als ihnen eigentlich bewusst ist. Mir ist vor allem klar geworden, dass eigentlich immer mehr geht, als man oft meint. „Das geht nicht“ haben wir dort nie gehört. Und ich habe erlebt, dass man manchmal tatsächlich einfach auf Gott vertrauen muss – oder kann.

Und so war alles- obwohl so vieles anders war - doch sehr gut.

 

Als Team waren wir uns einig: wir haben unfassbar tolle Teilnehmer, die von Anfang an eine Gruppe war, die sich umeinander gekümmert hat, die ein Team waren und auf die wir uns immer verlassen konnten. Die alles mitgetragen und nicht gemault haben (zumindest nicht laut☺)

Ihr seid wirklich grossartig und wir sind sehr stolz auf Euch ! Danke, dass Ihr dabei wart !!!

 

Und für das Team fehlen mir sowieso die Worte... DANKE für Euren Einsatz, für Eure Begeisterung, für Euren Mut... Ohne Euch wäre das alles nicht möglich !

 

Und DANKE an das Himmelsfels-Team um Steve Ogedegbe, Steffen Blauth und Johannes Weth, das uns die Freizeit gerettet hat. Ihr seid sowieso unglaublich...

 

Ute Wicklein-Höschen (Küche, MA, Vorstand und Mutter...)

 

 

Ach ja... was es mit Burlage auf sich hat... beschreibt die Kinderfreizeit selber... ☺

 

Die Freizeiten des CVJM Neukirchen e.V. werden für Mitglieder und deren Freunde und Bekannte angeboten.

 

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